Das blüten weiße Antlitz der mondänen Badeorte prägen seither Bauten, die durch das gesamte Badeleben an der Küste entstanden sind, also nicht nur repräsentative Villen für das anspruchsvolle Publikum, sondern auch Kurhäuser, Seebrücken und Musikpavillons und vor allem auch Badeanstalten. Typisch für alle Gebäude der damaligen Zeit und sehr eindrucksvoll sind die zahlreichen filigranen Veranden, Loggien, die offenen Balkone, Erker, Türmchen und Freitreppen an den Fassaden der Häuser, die dem Gefühl des "Freiseins", der Heiterkeit und Unbeschwertheit eines Badeortes, die die Menschen erfreuen und ihnen Kraft geben soll, Rechnung trugen . Die in den unterschiedlichsten Formen und aus verschiedenen Materialien gefertigten Gestaltungselemente mit ihrem eigenwillig, eigenartigen Stil stammenaus vielen Regionen Europas, dominierend dabei sind südländische Elemente die Orten wie Binz, Sellin, Baabe, Göhren, Sassnitz und Putbus ihr exotisches fast mediterranes Flair verleihen. Nicht selten werden den Ostseebädern Rügens wohlklingende Beinamen gegeben so wird Binz oft als das „Nizza des Nordens“, und Putbus als „weiße Stadt Rügens“ bezeichnet.
|