Commandantenhus, Alter Markt 14
Bis zum Jahre 1815 gehörte Stralsund zum schwedischen Königreich. Die baulichen Zeugnisse der schwedischen Ära sind heute noch vielfältig zu besichtigen, darunter sind Adelshäuser sowie große Magazine. Am Alten Markt gegenüber dem Artushof steht das so genannte Commandantenhus, ein dreigeschossiger Barockbau und einstiger Sitz des schwedischen Festungskommandanten in der Stadt. Der schwedische Oberst Heinrich Holk war der erste von 36 Kommandanten, der in der ab 1628 urkundlich erwähnten kleineren Stadtkommandantur im Haus Alter Markt 14 seinen Dienst antrat. In seiner jetzigen Form stammt das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert und war die neue Residenz der schwedischen Stadtkommandantur. Zu DDR-Zeiten wurde das Gebäude von der Volksmarine als Haus der Nationalen Volksarmee genutzt und war Ort zahlreicher kultureller Veranstaltungen. Nach 1990 gab es mehrere Anläufe zum Verkauf und zur Sanierung des Gebäudes. Erst 2002 / 03 konnte es umfassend restauriert werden und damit endete die langjährige militärische Tradition des Hauses.
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Heute bildet es wieder ein beeindruckendes Beispiel der klassizistischen Baukunst aus der Schwedenzeit Stralsunds. Nicht zuletzt durch das, von dem Greifswalder Künstler Heinrich Zenichowski, neu gestaltete, acht mal vier Meter große, historische Wappen am 1945 verloren gegangenen und wieder aufgebauten Dachfries. Für die Neugestaltung war nicht nur historische Recherche nötig, sondern auch die Entwicklung eines völlig neuen Werkstoffs basierend auf Muschelkalk mit dem Zweck dienlichen Eigenschaften. Heute erstrahlt das Commandantenhus in neuem Glanz und bietet Platz für Büros und ein Cafe mit einem einzigartigen Blick auf den neuen Markt.
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