Das Ostseebad Thiessow mit seinen 449 Einwohnern ist zusammengewachsen aus den Orten Thiessow, 1630 erstmalig urkundlich erwähnt, und Klein Zicker. Der beliebte Urlaubsort ist ein vor den nasskalten Nordwinden geschützter Badeort an der südlichsten Spitze der Halbinsel Mönchgut, die den Namen trägt, weil sie früher im Besitz des Klosters Eldena war, dessen Ruinen heute noch auf dem Festland in Greifswald besichtigt werden können. Auf dem Mönchgut, oftmals als schönste Region Rügens bezeichnet, kann man die reizvolle Landschaft auf dem von Mönchen im 13. Jahrhundert kultivierten Boden in all ihrer Vielfalt und Ursprünglichkeit entdecken. Feine, weiße, nahezu karibisch anmutende Sandstrände, dichter Mischwald unterbrochen von Salzwiesen auf sanften Hügeln, mit Mohn, Kornblumen und wilden Margeriten durchsetzte Felder - und das Blau des Meeres auf drei Seiten. Die Idylle in der das Ostseebad Thiessow, , sich befindet ist neben der einzigartigen Landschaft der wichtigste Grund weshalb Besucher immer wiederkehren. Es ist kein übertriebenes, modernes und geräuschvolles, sondern ein gemütliches, behagliches Seebad inmitten des Biosphärenreservates Südost-Rügen das seit 1850 Ferienziel für Badegäste ist. Einen wunderschönen Ausblick über die See bis hinüber nach Usedom hat man vom 1830 erbauten aber schon 1945 aufgegebenen Lotsenwachtturm auf dem Südperd, einen 35m hohen Landvorsprung. Nicht ohne Grund hatten die Lotsen ihren Sitz gerade hier. Denn die Zufahrt zum Greifswalder Bodden, sowie die Ostsee liegen hier sozusagen direkt vor der Haustür. Der Lotsendienst war schon im 17. Jahrhundert eine wichtige Pflicht der Fischer und Bauern aus dieser Region. Sie hatten die Aufgabe die Schiffe nach Stralsund oder Greifswald bzw. zurück auf die Ostsee zu lotsen. Erst 1859 wurde die Thiessower Lotsenstation errichtet. Zu dieser Zeit waren die Lotsen Staatsbeamte, trugen Uniform, wohnten in solide gebauten Häusern und bildeten seitdem einen besonderen Stand in der Gesellschaft. Die eigentliche Lotsenstation existiert heute nicht mehr aber die alte Lotsenglocke und eine kleine Ausstellung über das Lotsenwesen kann in der Kurverwaltung besucht werden. Hauptwirtschaftszweig im Ostseebad Thiessow ist der Tourismus, wobei naturverbundener Urlaub eine wichtige Rolle spielt. Daneben ist auch immer noch die Fischerei bedeutend. Unter den vielfältigen Sport- und Freizeitangeboten sind Segeln, Surfen, Wasserski, Baden, Spaziergänge, Bootsverleih, Angeln am Zicker See, zwei Badestrände mit FKK am bewachten Hauptstrand. Des Weiteren unterhalten Strandfeste, Kurkonzerte, Tanzveranstaltungen und Kinderfeste die Touristen. Auch der Winter hat seine besonderen Reize auf dem Mönchgut. Bei ausgedehnten Spaziergängen in frischer Seeluft und friedlicher Atmosphäre kann man Kraft und Inspiration tanken. Besonders in Thiessow der Oase für Surfer und Wanderer auf der Insel Rügen. Liebevoll unter Surfern Thiewaii genannt bietet der Ort je nach Windrichtung für jeden Geschmack gute Surfbedingungen. Für Anfänger und Fortgeschrittene ist ablandiger Ostwind ideal, denn dann ist das Wasser superflach und bei Nordwestwind kommen die Wellenliebhaber bei bis zu 2m hohen Wellen auf ihre Kosten.Diese Aussicht ist es auf jeden Fall wert eine Wanderung auf sich zu nehmen. Auch die Bewohner Klein Zickers waren eng mit dem Lotsenwesen, der Fischerei und dem Schiffsverkehr verbunden. In Klein Zicker war seit 1844 der langjährige Sitz der Zollstation. Von Klein Zicker läuft man ungefähr eine Stunde in Richtung Thiessow zum Südperd, dem südlichsten Landzipfel der Halbinsel. Hier beginnt der 5 km lange, feinsandige Strand, der sich bis nach Göhren zum Nordperd erstreckt. Viel Platz, wenig Leute und flaches Wasser. Einfach toll. Ans scheinbare Ende der Welt gelangt man in Klein Zicker, ein Ortsteil von Thiessow auf drei Seiten vom Wasser umgeben. Nur eine schmale Nehrung verbindet den Ort noch mit der Insel Rügen und dem Mönchgut. Durch die günstige Lage ist es ebenfalls eine beliebte Destination für Wassersportler, wie Surfer oder Segler. Im Gepäck haben sollte man minimalistische Erwartungen und auf jeden Fall die Wanderschuhe, denn hier gibt es nur eine Busschleife und einen kleinen Parkplatz, aber von den Hügeln kann man einen einzigartigen Panoramablick genießen.
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