Das Deutsche Meeresmuseum - Museum für Meereskunde und Fischerei - Aquarium - Das größte Naturkunde - Museum Norddeutschlands.
Es befindet sich in einer frühgotischen Klosterkirche - einem architektonischen Kleinod. Besonderer Anziehungspunkt ist das Meeresaquarium sowie das neue Schildkrötenbecken. Vielgestaltige Fische, farbenprächtige wirbellose Tiere und die mächtigen Meeresschildkröten vermitteln anschauliche Eindrücke vom Leben im Meer. Meereswelten Stralsund: Seit geraumer Zeit verfügt das Meeresmuseum über eine Sonderausstellung auf der Hafeninsel. Von maritimen Naturphänomenen über Lebenswelten, die Bedrohung und Zukunft der Meere bis hin zur Kulturgeschichte und Kunst präsentiert die Ausstellung eine Vielfalt an Themen zum Anfassen, Erfahren und Staunen. | |
Die Meeresschildkröten haben neues Zuhause
Rügen - Aktuell schrie dazu: Eindrucksvoll: Als ob man mitten in einem tropischen Korallenmeer steht Was lange währt, wird gut: nach knapp zwei Jahren Bauzeit wurde im Januar 2004 das neue Aquarium für die Stralsunder Meeresschildkröten eröffnet. Das schönste Geschenk zum 50. Geburtstag des Meeresmuseums im Jahr 2001 war die Nachricht, dass der Lenkungsausschuss der POMERANIA den Neubau des Schildkrötenaquariums und die damit verbundene Umgestaltung des südlichen Besucherhofes als förderwürdig eingestuft hatte, erinnert sich Museumsdirektor Dr. Harald Benke. Damit standen dem Deutschen Meeresmuseum insgesamt 4 Millionen Euro zur Verfügung. Die POMERANIA beteiligte sich mit 2,5 Mio. Euro, der Bund mit 750.000 Euro sowie Land und Kommune mit je 375.000 Euro an der Finanzierung des gesamten Vorhabens. Nicht zu vergessen, die unzähligen Spenden von Museumsbesuchern und Firmen, die mit ihrer Unterstützung erheblich zum Gelingen dieses Projektes beigetragen haben. Nachdem 2001 der finanzielle Hintergrund abgesichert war, konnte im Frühjahr 2002 – nach den obligatorischen archäologischen Untersuchungen – mit den Bauarbeiten begonnen werden. Seitdem entstand auf dem südlchen Museumshof ein Mehrzweckgebäude, welches das neue Schildkrötenbecken ebenso beherbergt wie ein Museumsbistro, sanitäre Anlagen und einen Ausstellungsraum. Doch im Vordergrund steht natürlich das neue350.000-Liter-Aquarium, welches übrigens mehr Wasser enthält, als der bisherige Aquarienbereich mit allen Becken und Filteranlagen zusammen. Vier Meeresschildkröten, die sich beengte Becken teilen mussten, konnten endlich ihr neues Domizil beziehen. Die gepanzerten Meeresbewohner leben seit über 20 Jahren im Museum. Damals waren sie handtellergroß, mittlerweile sind sie mächtig gewachsen. Um die Lebensbedingungen der Tiere zu verbessern und den internationalen Haltungsrichtlinien nachzukommen, wurde dieses Projekt realisiert. In dem neuen Aquarium sollen allerdings nicht nur die Meeresschildkröten ein neues Zuhause finden. Auch Großfische, wie z. B. Haie und Riesenzackenbarsche, werden dort zu sehen sein - und zwar durch eine riesige 6,6-Tonnen-Glasscheibe aus einem Guss mit den Maßen 8,11 x 3,24 x 0,21 Meter. Der Besucher hat dadurch den Eindruck, er stünde mitten im tropischen Meer. Außerdem kann man vom Bistro aus einen Blick in das Becken werfen. Diese Baumaßnahme zog ebenfalls eine komplette Umgestaltung des südlichen Museumshofes nach sich, u. a. in Form eines neuen Besucherausgangs. Nun können auch gehbehinderte Besucher und Familien mit Kinderwagen mit Hilfe eines Aufzugs sowohl das Aquarium als auch das Bistro und die Ausgangsebene bequem erreichen. Alle Funktionsbereiche befinden sich unter einem modernen Baukörper aus Glas und Stahl, so dass sich das Gebäude von den alten gotischen Gemäuern abhebt, der Besucher aber vom Innenraum aus den freien Blick auf die alte Bausubstanz genießen kann. |