Das Mönchgut Neben den Kreidefelsen der Stubbenkammer waren es zweifellos die Halbinsel Mönchgut und die nahe gelegenen Badeorte Binz und Sellin, die Rügen zur Urlauberinsel werden ließen. Die feinsandigen Strände, die duftenden Kiefernwälder, aber auch das reizvolle Hinterland mit Buchten und Hövten, mit verträumten Fischerdörfern und schroffen Steilküsten, bieten den Touristen jene eigenartige Einheit von Land und Meer, wie es nur das Mönchgut aufzuweisen hat. Die Halbinsel wird bewohnt von Fischerbauern, geformt von Wind und Meer, von Seefahrt und Fischerei. Karg in Wort und großzügig in ihrer Gastfreundschaft. Zutiefst heimatverbunden haben sie ihr altes Brauchtum bis in die heutigen Tage erhalten. Hier erlebt der Urlauber hautnah das Leben, wie es sich am Meer seit alten Zeiten entwickelte und fühlt sich eingebunden in die Schönheit der Landschaft - in Stille und Beschaulichkeit. Wer über das Reddevitzer oder Zickersche Hövt wandert, wird sich dem unvergleichlichen Naturerlebnis nicht entziehen können. Weit schwingen sich die sanften Hügel hin, umgrenzt von blauen Meer, unendlichen Horizont und schmalen Stränden. Wohl jeder erliegt dem Zauber der romantischen Fischerdörfer wie Groß Zicker oder Middelhagen. Vor dem ältesten Bauernhaus des Mönchgutes träumt man ebenso in die Vergangenheit, wie an den moosbewachsenen Steinen des steinzeitlichen Herzogsgrabes bei Alt Reddevitz.
Das Schulmuseum Im historischen Ortskern der Gemeinde Middelhagen vermittelt das Schulmuseum im alten Küsterhaus neben der fünfhundertjährigen Backsteinkirche der Zisterziensermönche einen schulpolitischen Überblick bis nach 1945. Seit 1986 wird hier der Bereich der Pädagogik und Bildungspolitik archiviert und vom Mönchguter Museum in Göhren verwaltet. Der Ausstellungskomplex zeigt den Unterrichtsraum einer Einklassenschule für den im Dienst der Kirche stehenden Lehrer mit ca. 40 Kindern von der 1. bis zur 8.Klasse und den angrenzenden privaten Lebensbereich des Dorfschullehrers. Das Milieu und die soziale Stellung eines Lehrers und Küsters um 1890 werden in den Ausstellungen der Schulstube, des Wohn- und Schlafraumes und der Küche umfassend dargestellt. Öffnungszeiten: Mai - September täglich außer Montag 10-18 Uhr Führungen nach Absprache mit dem Museum in Göhren möglich.
Mönchguter Museum Das Heimatmuseum in Göhren ist ein Freilichtmuseum, das mit seinen fünf verschiedenen Anlagen auf alten Siedlungsplätzen steht und in originalgetreuer Umgebun g geologische, geographische, prähistorische und heimatgeschichtliche Besonderheiten der Halbinsel Mönchgut zeigt. Besonders interessant sind Ausstellungsstücke zur Seefahrtsgeschichte, zum Brauchtum und den Trachten sowie zum Handwerk. Die mehr als hundertjährige Geschichte und Architektur des Bäderwesens von Göhren werden interessant dargestellt. Der Museumshof zeigt die Arbeitswelt und den Alltag der Bauern und Haushandwerker. Er ist eine häusliche Hofanlage aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Das älteste Bauwerk ist eine asymmetrische Stallscheune (ca. 1680). Eine rügensche Besonderheit stellt das Rookhus aus dem 18. Jh. dar. Das rohrgedeckte Hallenhaus beherbergte Mensch und Vieh sowie die Ernte gleichermaßen. |